Was machen unsere Mitarbeitenden im Referat B 20?
In unserem Referat B 20 wird technische Ausrüstung, Maschinen-, Stahl-, Anlagenbau und Energietechnik eingekauft. Was bedeutet das für die Beschaffenden in diesem Referat? Wie sehen die Aufgabengebiete aus und welchen Herausforderungen sind unsere Mitarbeitenden ausgesetzt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir Fabian über seinen Arbeitsalltag im Referat befragt. Fabian arbeitet seit ca. 3,5 Jahren im Beschaffungsamt des BMI (BeschA) am Standort Bonn und ist seit 3 Jahren im Referat B 20 tätig.
Welche Tätigkeiten gehören zu deinem Aufgabenbereich in B 20?
Zu meinen Aufgaben in B 20 gehört vor allem die Durchführung von Beschaffungen im Bereich der technischen Ausrüstung sowie des Maschinenbaus. Dabei reicht der Umfang der Beschaffungsvorhaben von kleineren Einzelbeschaffungen hin bis zu großen Beschaffungsprojekten, die eine umfangreiche Abstimmung und Koordination mit allen Beteiligten bedarf. Mein Fokus liegt auf der technischen Ausrüstung des Zivil- und Katastrophenschutzes und der Bundespolizei. Dazu gehören u. a. Dekontaminationsausrüstung, Trinkwasseraufbereitungsanlagen und verschiedene Rettungsgeräte. Zusätzlich beschaffe ich aber auch andere interessante Produkte für die gesamte Bundesverwaltung.
Die Beschaffung führe ich eigenverantwortlich durch und berate und unterstütze dabei den Bedarfsträger/Kunden. Nachdem der Zuschlag erteilt ist, begleite ich bei komplexen Sonderanfertigungen die Leistungserbringung durch den Auftragnehmer in der Konstruktions- und Bauphase bis hin zur Freigabe des fertigen Produkts. Jede Beschaffung bringt neue Herausforderungen mit sich.
Was macht deine Arbeit besonders und einzigartig?
Ich habe nach einer Aufgabe gesucht, mit der ich etwas bewirken kann. Daher macht mir meine Aufgabe im BeschA besonders Spaß. Durch die Beschaffungen trage ich aktiv zur Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie der inneren Sicherheit bei. Dies kann ich insbesondere auch durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in einer Bergungsgruppe des THW beurteilen. Die Funktionalität und Verfügbarkeit unserer beschafften Produkte sind essenziell für die Bewältigung verschiedener Einsatzlagen.
Meine Aufgaben im Referat B 20 sind sehr abwechslungsreich. Durch das breite Produktportfolio lerne ich immer wieder Neues dazu und erhalte spannende Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Bedarfsträger, die so im Alltag nicht möglich wären.
Was war deine aufregendste Ausschreibung/Projekt bis jetzt und warum?
Ich habe bereits einige sehr wichtige Beschaffungsprojekte durchgeführt. Im Rahmen der Task Force Ukraine führte ich verschiedene Dringlichkeitsverfahren durch, bei denen der Fokus auf einer schnellen und unbürokratischen Umsetzung lag. Der Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf mobilen Geräten und Anlagen zur temporären Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur. Darunter befand sich beispielsweise auch eine mobile Kläranlage, die in der Lage ist, das Abwasser von bis zu 10.000 Menschen aufzubereiten. Weitere Beschaffungen von Rettungsgeräten und Trinkwasseraufbereitungsanlagen dienen zur humanitären Hilfe in der Ukraine.
Zu meinen spannendsten Aufgaben gehört aber bis jetzt die Leitung im Rahmen des Projekts resc EU Dekon Germany, die ich bereits seit 1,5 Jahren innehabe. Hierbei handelt es sich um ein EU-finanziertes Projekt zur Stärkung der CBRN-Dekontaminationskapazität in der EU (CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Substanzen). Deutschland ist dabei einer von drei Projektpartnern, die zum Aufbau dieser Kapazität beitragen. Innerhalb dieses Projekts konnte ich bereits einige spannende Vergabeverfahren durchführen und betreue diese derzeit weiter in der Konstruktions- und Bauphase. Die Arbeit macht mir hier besonders viel Spaß, da ich bereits früh die Chance bekommen habe, viel Verantwortung zu übernehmen und noch mehr spannende Einblicke bei den Bedarfsträgern erhalte.
Welche Vorteile bietet das BeschA als Arbeitgeber und was schätzt du besonders daran, hier zu arbeiten?
Den größten Vorteil im BeschA sehe ich in den flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, zwischen drei verschiedenen Arbeitszeitmodellen zu wählen. Das mobile Arbeiten erlaubt es, an bis zu drei Tagen in der Woche mobil zu arbeiten. Zusammen mit den flexiblen Arbeitszeiten ist damit das Privat- und Berufsleben sehr gut miteinander zu vereinen. Mir hat es vor allem dabei geholfen, mein Masterstudium neben dem Berufsalltag zu absolvieren.
Welchen Ratschlag würdest du Bewerbenden gerne mitgeben?
Ich würde Bewerbenden raten, sich im Vorfeld gut mit den Aufgaben und der Rolle des Beschaffungsamtes des BMI auseinanderzusetzen. Ein grundlegendes Verständnis für das öffentliche Vergaberecht ist sehr hilfreich, auch wenn nicht alles von Anfang an perfekt sitzen muss. Wichtig ist die Bereitschaft, sich intensiv einzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus sollte man Spaß an strukturierter Arbeit, Teamarbeit und an einem dienstleistungsorientierten Denken haben.
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